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Das zweite Leben der Kleider – warum wir flicken statt neu kaufen sollten

Als Alternative zum Neukauf will Transa die Lebensdauer der Outdoor-Ausrüstung verlängern. Ein Blick in die Werkstatt in Altstetten.

Ein Riss im Gewebe, ein klemmender Reissverschluss oder eine abgenutzte Imprägnierung – für die meisten Outdoor-Produkte bedeutet ein solcher Defekt das Ende ihrer Nutzungsdauer. Auf den ersten Verschleiss folgt die Entsorgung. Doch dieser Umgang mit Bekleidung und Ausrüstung für draussen stösst ökologisch an seine Grenzen.

Betrachtet man etwa jene sieben Jahre alte Hardshell-Jacke, die in der Reparaturwerkstatt in Zürich-Altstetten auf dem Arbeitstisch liegt, wird eine andere Logik sichtbar. Das Kleidungsstück erzählt seine eigene Geschichte, geprägt vom Regen in den Alpen, Abende am Feuer und von den schroffen Felsen im Gebirge. Hier, zwischen Nähmaschinen und technischem Equipment, wird deutlich, dass hochwertige Ausrüstung kein Wegwerfartikel ist.

Die Transa-Reparaturwerkstatt in Zürich-Altstetten.
Hier wird gebrauchte Kleidung wieder tragfähig gemacht.
Zwischen Nähmaschinen und technischem Equipment wird deutlich, dass hochwertige Ausrüstung kein Wegwerfartikel ist.
Ein Riss im Gewebe oder ein klemmender Reissverschluss werden hier repariert.
Das nachhaltigste Produkt ist jenes, das man mit Bedacht behält und benutzt.
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Die Transa-Reparaturwerkstatt in Zürich-Altstetten. Transa
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Hier wird gebrauchte Kleidung wieder tragfähig gemacht. Transa
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Zwischen Nähmaschinen und technischem Equipment wird deutlich, dass hochwertige Ausrüstung kein Wegwerfartikel ist. Transa
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Ein Riss im Gewebe oder ein klemmender Reissverschluss werden hier repariert. Transa
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Das nachhaltigste Produkt ist jenes, das man mit Bedacht behält und benutzt. Transa

Die Reparatur als Gegenentwurf zum Neukauf

Tanya Sonderegger aus dem Nachhaltigkeitsteam von Transa sieht in der Werkstatt einen Weg zu ressourcenschonendem Konsum. «Neue Kleidung gibt es vielerorts günstig – ein Budget für Reparaturen hingegen ist im Alltag selten eingeplant. Zudem ist Reparieren nicht mehr Teil unserer Kultur. Wir wünschen uns, dass die Kundschaft Reparatur wieder als Teil des Produktlebenszyklus wahrnimmt.»

Dabei ist die Instandsetzung ein wichtiger Hebel für den Klimaschutz. «Die grösste Umweltbelastung einer Jacke entsteht bei der Herstellung. Wenn ich eine siebenjährige Jacke flicke, nutze ich die ‹investierte› Umweltleistung weiter und vermeide die Emissionen einer erneuten Produktion. Selbst eine nachhaltig produzierte neue Jacke ist deshalb weniger umweltfreundlich als das Reparieren und Weiternutzen der Jacke, die man bereits hat.»

So lebt Ihre Ausrüstung länger

  • Richtig waschen: Funktionskleidung braucht keine umweltschädlichen Weichspüler. Spezielle Waschmittel halten die Membranen atmungsaktiv und schonen die Fasern.

  • Reissverschlüsse pflegen: Ein wenig Silikonspray oder ein Strich über die Zähne mit einem weichen Bleistift wirkt oft Wunder, wenn der Verschluss klemmt.

  • Imprägnierung erneuern: Oft reicht ein Waschgang mit entsprechendem Imprägniermittel und anschliessender Wärme, um die wasserabweisende Schicht wieder zu aktivieren.

  • Fachgerechte Lagerung: Ausrüstung sollte trocken, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt und luftig gelagert werden, um beim nächsten Gebrauch in bestem Zustand zu sein.

Dass eine Reparatur in der Schweiz oft relativ teuer wirkt im Verhältnis zum Neukauf, liegt am ökonomischen Spannungsverhältnis: Die Produkte entstehen meist in Ländern mit tiefen Herstellungskosten, die Instandsetzung erfolgt jedoch in der Schweiz zu Schweizer Löhnen. Doch gerade bei hochwertigem Equipment lohnt sich der Blick über die Kostenrechnung hinaus, denn ein geflicktes Teil erzählt eine Geschichte, die man nicht kaufen kann. «Gewisse Kundinnen und Kunden stört es nicht, wenn ein Produkt getragen und repariert aussieht. Sie finden, dass der Gegenstand dadurch erst Charakter erhält», weiss Tanya Sonderegger. Neben dem reinen Nutzen spielt beim Erhalt der Ausrüstung auch ein ideeller Faktor eine Rolle: «Menschen, die viel in der Natur unterwegs sind, fühlen sich mit ihrer Ausrüstung häufig verbunden. Das erhöht die Motivation, sie zu reparieren, anstatt sie zu ersetzen.»

Für einen bewussteren Konsum von Bekleidung und Ausrüstung und einen achtsameren Umgang damit gibt Tanya Sonderegger folgende Tipps:

  1. Hochwertige Produkte kaufen, die das Potenzial haben, lange zu bestehen.

  2. Produkte für den Zweck verwenden, für den sie entwickelt wurden.

  3. Sich über die korrekte Pflege informieren.

  4. Bei Abnutzung und Defekten Reparaturoptionen abklären.

Am Ende ist das nachhaltigste Produkt eben nicht das neueste, modernste, sondern jenes, das man mit Bedacht behält und benutzt. Die sieben Jahre alte Hardshell-Jacke auf dem Arbeitstisch, die am Ärmel geflickt und deren Reissverschluss ausgetauscht wurde, ist der beste Beweis dafür: Sie ist nicht alt, sie ist bereit für das nächste Abenteuer.

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Dieser Beitrag wurde von Commercial Content in Zusammenarbeit mit Transa Backpacking AG erstellt. Commercial Content ist die Unit für Content Marketing, die im Auftrag von Tamedia kommerzielle Inhalte produziert.