Möchten Sie wissen, wie Windenergie die Schweizer Versorgungssicherheit stärkt? Entdecken Sie jetzt alle Details zu unseren geplanten Projekten und zur eingesetzten Technik.
Für eine sichere Stromversorgung wird nicht auf eine einzelne Technologie gesetzt. Vielmehr ist die Schweiz auf einen breiten Mix unterschiedlicher Energielösungen angewiesen. Windkraft kommt dabei eine besondere Rolle zu, weil sie vor allem dann Strom produziert, wenn viele andere Technologien weniger liefern: Rund zwei Drittel des Windstroms werden im Winterhalbjahr erzeugt – in der Jahreszeit mit besonders hohem Strombedarf und deutlich tieferer Solarstromproduktion.
Im Kanton Zürich steht in diesem Jahr ein wichtiger Schritt an: Das Kantonsparlament entscheidet über die Bestätigung der vorgeschlagenen Windeignungsgebiete im Richtplan. Die Ausweisung eines Gebiets bedeutet jedoch noch lange nicht, dass dort auch tatsächlich Windräder gebaut werden.
Im Gegenteil: Dann beginnt erst die eigentliche Prüfung. Zwischen einem potenziell geeigneten Gebiet und einem realisierten Projekt liegt eine Vielzahl technischer, ökologischer und gesellschaftlicher Abklärungen. Axpo verfolgt dabei einen klar strukturierten Prozess mit hohen Anforderungen an jeden einzelnen potenziellen Standort.
Die erste Hürde ist die Wirtschaftlichkeit. Während 12 bis 18 Monaten werden potenzielle Standorte mit Windmessmasten, Lasertechnologie und mehrjährigen Referenzdaten untersucht. Ziel ist es, möglichst genau zu bestimmen, ob ein Standort über ausreichend konstante Windverhältnisse verfügt. Die aufwendigen Messungen tragen dabei auch der oft komplexen Topografie der Schweiz Rechnung: Täler, Hügelzüge, Wälder und lokale Strömungsverhältnisse können die Windverhältnisse auf kleinem Raum stark beeinflussen und lassen sich nur durch standortspezifische Messungen zuverlässig beurteilen.
Nicht jedes Projekt besteht diese erste Prüfung. Auch Gebiete, die gemäss Windatlas grundsätzlich geeignet erscheinen, können sich nach detaillierten Messungen als ungeeignet erweisen. Ein aktuelles Beispiel ist der Flumserberg. Nachdem die Ortsgemeinde Flums Axpo das Baurecht für die Planung eines Windparks erteilt hatte, führte das Unternehmen während über einem Jahr umfangreiche Windmessungen durch. Das Ergebnis: Das Windpotenzial lag unter den Anforderungen für einen wirtschaftlich tragbaren Betrieb, weshalb das Projekt nicht weiterverfolgt wurde. «Am Flumserberg ist leider eine zentrale Voraussetzung nicht erfüllt – und deshalb stoppen wir. Der Anspruch von Axpo ist: systematisch prüfen, ehrlich bewerten, Verantwortung übernehmen. Dieser Entscheid ist unbequem, aber er zeigt, dass wir zu unseren Prinzipien stehen», sagt Cédric Aubert, Leiter Windportfolio Schweiz bei Axpo.
Nur wenn die Messwerte eine ergiebige Stromproduktion erwarten lassen, wird ein Projekt weiterverfolgt und die zweite Prüfphase eingeleitet.
Erweist sich ein Standort als wirtschaftlich sinnvoll, folgt die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Dieses staatlich geregelte Verfahren untersucht anhand von 26 Kriterien, welche Auswirkungen ein Projekt auf den Menschen und die Umwelt haben könnte.
Dabei geht es unter anderem um Lärm, Schattenwurf, Landschaftsbild, Boden und Wasser sowie mögliche Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen. Fachleute analysieren beispielsweise Vogelzugrouten oder die Aktivität von Fledermäusen und erfassen, ob schützenswerte Arten betroffen wären.
Die Prüfungen sind umfassend und ergebnisoffen. Werden die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllt oder es bestehen erhebliche Beeinträchtigungen, wird ein Projekt angepasst oder nicht weiterverfolgt. Wie bei allen grösseren Infrastrukturvorhaben gilt also auch hier: Fällt ein zentraler Prüfbereich negativ aus, wird nicht gebaut.
Selbst wenn ein Standort wirtschaftlich und ökologisch geeignet ist, bleibt eine weitere entscheidende Frage: Wie lässt sich ein Projekt in die Region einbetten?
Windparks sind langfristige Infrastrukturprojekte, die eng mit ihrem Umfeld verbunden sind. Deshalb setzt Axpo auf einen frühzeitigen und offenen Dialog mit Gemeinden, Bevölkerung und lokalen Unternehmen. Im Zentrum stehen dabei die regionale Wertschöpfung, mögliche Beteiligungsmodelle und die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern.
Ziel ist es, Projekte gemeinsam mit den betroffenen Regionen zu entwickeln und Anliegen möglichst früh aufzunehmen. Denn die langfristige Sicherung der Stromversorgung ist nicht nur eine technische, sondern auch eine gesellschaftliche Aufgabe.
Von der ersten Idee bis zu einem möglichen Bauentscheid vergehen mehrere Jahre. Dieser lange Weg ist kein Zeichen von Unsicherheit, sondern Teil des Systems: Jeder potenzielle Standort wird mehrfach geprüft und nur dann im Rahmen eines Projekts weiterverfolgt, wenn die Anforderungen in allen Bereichen erfüllt sind.
Der Ausbau der erneuerbaren Energien bleibt anspruchsvoll. Gleichzeitig wird die Herausforderung, wie die Schweiz ihre Stromversorgung insbesondere im Winter langfristig sichern will, immer dringlicher. Der mehrstufige Prüfprozess von Axpo soll sicherstellen, dass Windparks nur dort entstehen, wo sie einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten – und wo sie mit Natur, Bevölkerung und regionalen Interessen vereinbar sind. Die Frage ist letztlich nicht, ob die Schweiz zusätzliche Stromproduktion benötigt, sondern wie und wo sie verantwortungsvoll entstehen kann. Nichts tun ist keine Option.
Möchten Sie wissen, wie Windenergie die Schweizer Versorgungssicherheit stärkt? Entdecken Sie jetzt alle Details zu unseren geplanten Projekten und zur eingesetzten Technik.
Dieser Beitrag wurde von Commercial Content in Zusammenarbeit mit Axpo erstellt. Commercial Content ist die Unit für Content Marketing, die im Auftrag von Tamedia kommerzielle Inhalte produziert.