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So erkennen Sie Deepfakes im Alltag

Ob gefälschte Stimmen oder Videos: KI macht Deepfakes immer realistischer und zum Risiko für Betrug. Mit diesen Tipps erkennen Sie digitale Täuschungen im Alltag und schützen sich wirksam.

Was vor wenigen Jahren noch wie ein Hollywood-Effekt wirkte, ist inzwischen zu einem Phänomen avanciert, das uns immer öfter auf dem eigenen Smartphone begegnet und vermehrt als Werkzeug für Betrug, Manipulation und das Verbreiten von Falschinformationen missbraucht wird. Gemeint sind Deepfakes: Bilder, Videos oder Tonspuren, die mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) manipuliert oder neu erzeugt werden.

Wie funktionieren Deepfakes überhaupt?

Der Begriff setzt sich aus «Deep Learning» und «Fake» zusammen, wobei der erste Teil des Wortes auf die Fähigkeit der künstlichen Intelligenz anspielt, Muster akkurat zu erlernen. Anhand von Fotos, Videos oder Tonspuren lernt die KI, wie eine Person aussieht, spricht oder sich bewegt. Je mehr Material vorliegt, desto realistischer fällt das Ergebnis aus.

Dass die Technologie in den letzten Jahren einen enormen Sprung gemacht hat, liegt an der Demokratisierung leistungsfähiger KI-Werkzeuge. Brauchte es früher teure Spezialsoftware und Know-how, reichen heute einfache Apps. Diese Zugänglichkeit macht Angriffe günstiger und beliebig skalierbar. Doch die Entwicklung hat zwei Seiten: KI ermöglicht zwar Manipulationen in nie dagewesenem Ausmass, bringt gleichzeitig aber auch neue technische Schutz- und Erkennungsmechanismen hervor.

So erkennen Sie Deepfakes im Alltag

  • Unerwartete Kontaktaufnahme: Seien Sie grundsätzlich skeptisch, wenn Sie überraschend über ungewöhnliche Kanäle kontaktiert werden.

  • Auffälliger Zeitdruck: Betrüger versuchen oft, Druck zu erzeugen, damit Sie unüberlegt handeln.

  • Ungewöhnliche Zahlungsaufforderungen: Überweisen Sie niemals überstürzt Geld aufgrund von Nachrichten oder Anrufen.

  • Emotionale Manipulation: Lassen Sie sich von erfundenen Notlagen oder Schocknachrichten nicht aus der Ruhe bringen.

  • Fehlender Kontext: Hinterfragen Sie Nachrichten, die Sie ohne verständlichen Zusammenhang oder Vorgeschichte erhalten.

  • Unstimmigkeiten im Gesprächsverlauf: Achten Sie auf Sprachfehler, ungewöhnliche Formulierungen oder Ausweichverhalten.

  • Prüfung über einen zweiten Kommunikationskanal: Verifizieren Sie verdächtige Nachrichten immer über einen weiteren Kanal.

  • Rückruf über bekannte Nummern: Legen Sie im Zweifel auf und rufen Sie die Person über die offiziell gespeicherte Nummer zurück.

  • Sicherheitsfragen und Verifikationsmechanismen: Vereinbaren Sie im Familienkreis oder Betrieb feste Codewörter oder Sicherheitsfragen, die nur Angehörige oder Mitarbeitende kennen.

Die Online-Identität als Angriffsfläche

Je mehr Spuren wir im Netz hinterlassen, desto leichter werden wir zur Zielscheibe. Weil bisherige Echtheitssignale rasch an Wert verlieren, stellen Deepfakes Gesellschaft, Wirtschaft und Medien vor neue Herausforderungen. Betrüger zielen dabei längst nicht mehr nur auf Grosskonzerne, sondern vermehrt auch auf Privatpersonen:

  • Familienbetrug durch Voice Cloning: Für eine täuschend echte Kopie der Stimme reichen oft schon wenige Sekunden Tonmaterial aus einem Video oder einer Sprachnachricht. Beim modernen «Enkeltrick» rufen Betrüger an und simulieren mit der nachgeahmten Stimme von Angehörigen eine angebliche Notlage.

  • CEO-Fraud in Firmen: Auch Unternehmen geraten ins Visier. Angreifer fälschen Sprach- oder Videobotschaften der Geschäftsleitung, um Mitarbeitende unter Zeitdruck zu ungewöhnlichen Überweisungen zu bewegen.

  • Gefälschte Botschaften und Desinformation: Gefälschte Interviews oder manipulierte Aussagen von Prominenten: Deepfakes streuen gezielt Falschinformationen und verunsichern die Öffentlichkeit.

Die Vertrauensfrage im Netz

Momentan bieten optische und akustische Details oft gute Anhaltspunkte: Unnatürliches Blinzeln, fehlerhafte Schatten im Gesicht, unscharfe Gesichtsränder, blecherne Stimme oder unpassende Schärfeunterschiede verraten Fälschungen oft.

Weil KI aber ausgereifter und zugänglicher wird, lassen sich Deepfakes mit blossem Auge immer schwerer entlarven. Technische Schutz- und Filterfunktionen – wie sie etwa Swisscom im Netz- und Cybersecurity-Bereich einsetzt – helfen zwar, Bedrohungen und Phishing-Versuche frühzeitig abzufangen. Doch Technologie allein reicht nicht aus.

Wenn wir Medieninhalten im Netz nicht mehr vertrauen können, braucht es vor allem eines: gesunde Grundskepsis. Medienkompetenz, also das kritische Hinterfragen und Prüfen von Informationen, bleibt im digitalen Alltag der wirksamste Schutz.

Mehr Ratgeber und praktische Tipps für Ihre Sicherheit im digitalen Alltag finden Sie im Swisscom Campus.

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Dieser Beitrag wurde von Commercial Content in Zusammenarbeit mit Swisscom erstellt. Commercial Content ist die Unit für Content Marketing, die im Auftrag von Tamedia kommerzielle Inhalte produziert.

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