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Fünfmal raus aus der Komfortzone

Ein Ranger auf Wildtiersuche, ein Weg hinter den Giessbachfällen, 700 Meter ins Hölloch, zehn Kilometer durchs Moor und eine enge Schlucht im Solothurner Jura: Der Schweizer Herbst kann auch wild. Fünf Naturerlebnisse, bei denen nicht nur die Aussicht zählt.

Der Herbst kann Idylle, keine Frage. Aber auch in dieser Jahreszeit zeigt sich die Natur nicht immer nur von ihrer dekorativen Seite. Manchmal ist sie nass, steil, dunkel oder einfach ziemlich eigensinnig. Genau darin liegt jedoch der Reiz: Statt nur schöne Landschaft anzuschauen, kann man durch eine Höhle steigen, hinter einem Wasserfall verschwinden, über Moorboden gehen oder mit einem Ranger nach Wildtieren suchen.

Fünf Erlebnisse für alle, die den Schweizer Herbst gern etwas wilder mögen.

Wildtiere – suchen statt bestellen

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Im Weisstannental im St. Galler Oberland leben Steinböcke, Hirsche und Gämsen in einer Landschaft, die schon ohne tierische Hauptdarsteller Eindruck macht. Auf einer geführten Tour begleitet ein Swiss Ranger die Gruppe durch das Tal und zeigt, wo die Chancen auf eine Beobachtung besonders gut stehen.

Eine Garantie gibt es nicht. Wildtiere sind bei der Terminplanung traditionell wenig kooperativ. Dafür lernt man, Spuren zu lesen, Lebensräume zu verstehen und genauer hinzuschauen. Die Herbsttour dauert von 9 bis 16.30 Uhr und verlangt mit rund 560 Höhenmetern etwas Kondition.

Gut zu wissen: Tagestour, mittlere Schwierigkeit, ca. 560 Höhenmeter, Reservation erforderlich

Wasserfall – einmal auf die andere Seite

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Die Giessbachfälle oberhalb des Brienzersees machen aus Wasser ein ziemlich wirkungsvolles Landschaftsprogramm. Über 14 Stufen fällt der Giessbach rund 400 Meter Richtung See. Ein Rundweg führt in 30 bis 45 Minuten entlang der Fälle – und an einer Stelle sogar hinter das Wasser.

Das ist weniger Wellness, als die Formulierung «hinter dem Wasserfall» vielleicht vermuten lässt. Die Gischt gehört dazu, einzelne Stellen können rutschig sein und mit festem Schuhwerk ist man auf der sicheren Seite. Dafür erlebt man den Wasserfall aus einer Perspektive, die von vorne schlicht nicht zu haben ist.

Gut zu wissen: Rundweg ca. 30–45 Min., ganzjährig zugänglich, nicht barrierefrei, festes Schuhwerk

Höhle – 700 Meter in eine andere Welt

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Im Muotatal verschwindet der Herbst irgendwann komplett. Das Hölloch gehört zu den grössten Höhlensystemen der Welt. Bei der öffentlichen Kurzführung geht es auf ausgebauten Wegen und Treppen durch die ersten 700 Meter.

Draussen spielen Wetter und Tageslicht die Hauptrolle, drinnen Geologie, Dunkelheit und Dimensionen. Die Führung dauert rund zwei Stunden und ist ohne besondere Kondition machbar; Trittsicherheit braucht es trotzdem. Kinder können ab ungefähr sechs Jahren mit.

Gut zu wissen: rund 2 Std., erste 700 m ausgebaut, Trittsicherheit erforderlich, ab ca. 6 Jahren

Moor – langsam ist Teil des Plans

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Zwischen Biberbrugg und Rothenthurm im Kanton Schwyz führt ein zehn Kilometer langer Weg durch eine Moorlandschaft von nationaler Bedeutung. Hoch- und Flachmoore, Fichtenwald, Bergföhren und die mäandrierende Biber wechseln sich ab. Zum Gebiet gehört auch das grösste noch erhaltene Hoch- und Heidemoor der Schweiz.

Spektakulär ist das nicht im üblichen Sinn. Es gibt keinen Gipfel, den man abhaken muss, und keinen Adrenalinschub auf Knopfdruck. Dafür verändert sich die Landschaft auf wenigen Kilometern erstaunlich oft. Der Moorweg dauert rund 2 Stunden 45 Minuten und gilt technisch wie konditionell als leicht. Je nach Witterung können Abschnitte allerdings gesperrt sein.

Gut zu wissen: 10 km, ca. 2 Std. 45 Min., leicht, empfohlen bis November

Schlucht – wenn der Jura plötzlich eng wird

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Im Naturpark Thal bei Herbetswil wird aus dem eher sanften Jura ziemlich abrupt eine andere Landschaft. Durch die Wolfsschlucht führt der Weg zwischen teils überhängenden Felswänden hindurch, die bis zu 100 Meter hoch aufragen. Dazwischen liegen Höhlen und Auswaschungen, unten begleitet der Tannbach den Weg.

Für die Durchquerung sollte man rund eineinhalb Stunden einplanen. Technisches Abenteuergerät braucht es nicht, vernünftige Schuhe hingegen schon. Vor allem bei nasser Witterung kann es rutschig werden. Wer danach noch weiter will, kann die Schlucht in eine längere Wanderung durch den Naturpark Thal einbauen.

Gut zu wissen: ca. 1,5 Std., Mai bis November, nicht barrierefrei, bei Nässe gutes Schuhwerk

Diese fünf Orte haben wenig gemeinsam – ausser, dass sie sich nicht vollständig planen lassen. Ein Tier zeigt sich – oder eben nicht. Ein Weg ist trocken oder nass. Das Wetter entscheidet mit. Und genau das macht den Unterschied zu einem Ausflug, bei dem jede Minute schon feststeht. Der Herbst liefert die Bedingungen. Den Rest übernimmt die Natur.

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Dieser Beitrag wurde von Commercial Content in Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus erstellt. Commercial Content ist die Unit für Content Marketing, die im Auftrag von Tamedia kommerzielle Inhalte produziert.

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