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Im Abklingbecken werden die Brennelemente zwischengelagert und während rund fünf Jahren abgekühlt.
Im Abklingbecken werden die Brennelemente zwischengelagert und während rund fünf Jahren abgekühlt. (Jordi Ruiz Cirera)

Warum recyceln wir unseren Atommüll nicht?

In ausgedienten Brennstäben steckt noch enorm viel Energie. Warum nutzen wir sie nicht, statt sie tief unter der Erde zu vergraben?

Wir recyceln Glasflaschen, PET, Batterien und sogar Klärschlamm. Aus Abfall soll wieder ein Wertstoff werden. Warum nicht auch beim Atommüll?

Dieser scheinbar einfachen Frage ist die Journalistin Michèle Roten für die neue Ausgabe des Jahrhundertmagazins «500m+» nachgegangen. Und die Frage ist weniger abwegig, als sie zunächst klingt: Ein ausgedienter Brennstab besteht noch immer zu rund 95 Prozent aus Uran. Während seines Einsatzes im Kernkraftwerk entsteht zudem Plutonium – auch darin steckt noch viel Energie.

Und tatsächlich: Atommüll lässt sich recyceln. Aber nur teilweise.

Eine Reise nach La Hague

Um herauszufinden, wie das funktioniert, reiste Roten nach La Hague in der französischen Normandie. Dort steht die weltweit grösste industrielle Anlage zur Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente.

Roten besuchte die streng abgeschirmte Anlage. Den eigentlichen Prozess bekommt sie allerdings nicht zu sehen. Vereinfacht gesagt werden die Brennelemente zerlegt und ihre Bestandteile voneinander getrennt. Ein Teil davon kann erneut als Brennstoff verwendet werden. Ein anderer bleibt hochradioaktiver Abfall und muss weiterhin sicher entsorgt werden.

Jede Person, die den kontrollierten Bereich der Aufbereitungsanlage betritt, erhält ein persönliches Dosimeter.
Unterwegs in der Wiederaufbereitungsanlage La Hague in der Normandie: Besucherinnen und Besucher müssen auf dem Gelände Schutzkleidung tragen.
Idyllische Landschaft, industrielle Dimensionen: Hinter den Wiesen der Normandie liegt die Wiederaufbereitungsanlage La Hague.
Alleine die Farben sind apokalyptisch: Das gelbe Glas vor der Heissen Zelle in La Hague schützt vor Strahlung.
Im Abklingbecken werden die Brennelemente zwischengelagert und während rund fünf Jahren abgekühlt.
Riesige Anlage für riesige Mengen Atommüll: Die Wiederaufbereitungsanlage in La Hague erstreckt sich über 300 Hektar – eine Fläche so gross wie der Pf...
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Jede Person, die den kontrollierten Bereich der Aufbereitungsanlage betritt, erhält ein persönliches Dosimeter. Jordi Ruiz Cirera
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Unterwegs in der Wiederaufbereitungsanlage La Hague in der Normandie: Besucherinnen und Besucher müssen auf dem Gelände Schutzkleidung tragen. Jordi Ruiz Cirera
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Idyllische Landschaft, industrielle Dimensionen: Hinter den Wiesen der Normandie liegt die Wiederaufbereitungsanlage La Hague. Jordi Ruiz Cirera
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Alleine die Farben sind apokalyptisch: Das gelbe Glas vor der Heissen Zelle in La Hague schützt vor Strahlung. Jordi Ruiz Cirera
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Im Abklingbecken werden die Brennelemente zwischengelagert und während rund fünf Jahren abgekühlt. Jordi Ruiz Cirera
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Riesige Anlage für riesige Mengen Atommüll: Die Wiederaufbereitungsanlage in La Hague erstreckt sich über 300 Hektar – eine Fläche so gross wie der Pfäffikersee. Jordi Ruiz Cirera

Auch die Schweiz liess ihre abgebrannten Brennelemente während Jahrzehnten wiederaufarbeiten. Seit 2006 werden jedoch keine Schweizer Brennelemente mehr zur Wiederaufarbeitung ins Ausland ausgeführt. Warum hat sich die Schweiz davon verabschiedet?

Rotens Recherche führt von La Hague zurück in die Schweiz. Denn während hierzulande ein Tiefenlager für radioaktive Abfälle geplant wird, arbeiten Unternehmen und Forschungsinstitute weltweit an Reaktortypen, die mehr aus abgebrannten Brennelementen herausholen sollen. Manche dieser vermeintlich neuen Ideen sind erstaunlich alt, andere könnten den Umgang mit Atommüll noch einmal verändern.

Wie viel davon realistisch ist und welche Rolle Recycling künftig spielen könnte, hat sich Michèle Roten genauer angesehen.

Wenn «weg» nicht weg ist

Die Recherche über Atommüll ist eine von fünf Reportagen der neuen Ausgabe von «500m+», dem Jahrhundertmagazin der Nagra. Sie alle beschäftigen sich mit einer vermeintlich einfachen Handlung: Wir werfen etwas weg.

Sebastian Sele folgte europäischem Elektroschrott bis nach Accra in Ghana. Elisabeth Krainer und Kaja Grope beschäftigten sich mit alter Munition auf dem Grund der Ostsee. Florian Leu untersuchte seine eigene Müllspur und besuchte die Kehrichtverbrennungsanlage Hagenholz. Den Einstieg bildet ein Selbstversuch in Sachen Trashkultur.

Die Geschichten führen an völlig unterschiedliche Orte, aber immer wieder zum gleichen Punkt: Nur weil wir etwas wegwerfen, ist es nicht weg. Irgendwo geht seine Geschichte weiter.

Die vollständigen Reportagen sowie das gesamte aktuelle Magazin «500m+» mit dem Titelthema «Trash» können kostenlos auf jahrhundertmagazin.swiss bestellt werden.

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Dieser werbliche Beitrag wurde von Nagra erstellt. Er wurde von Commercial Content, einem Bereich von Tamedia Advertising, für die Publikation aufbereitet. Die Haftung für Inhalte (Wort, Bild) sowie für externe Links liegt bei Nagra.

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