Tipps um beim Reisen Geld zu sparen.
Tipps um beim Reisen Geld zu sparen. (Adobe Stock)
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Reisen ist teuer − einige Kosten sind aber unnötig

Wer reisen will, kann dies wieder tun. Damit werden Themen, die lange keine Rolle mehr spielten, wieder aktuell. Die Frage nach dem optimalen Mix für das Feriengeld etwa.

Fredy Gilgen

Die Welt ist kleiner geworden, das Reiseangebot deutlich geschrumpft. In rund ein Drittel der 195 Staaten der Welt kann wegen der Covid-Pandemie noch immer nicht eingereist werden.

Ganz anders sieht es beim Feriengeld aus. Die Möglichkeiten, in welcher Form man das Feriengeld mitnehmen will, werden immer diverser. Zu den klassischen Bezahlformen wie Bargeld, Debit- und Kreditkarten kommen immer mehr elektronische Formen wie die E-Kreditkarte oder das Handygeld.

Mehr Möglichkeiten heisst meist auch mehr Verwirrung. Wer nach Rat fürs Reisegeld sucht, wird nicht selten mit widersprüchlichen Tipps konfrontiert. Immerhin: Einige Ratschläge, was man tun und lassen sollte, haben sich gut bewährt.

Euros und Dollars von der Hausbank

Erster Tipp: Wer für seine Ferien Bares in Form der wichtigsten Währungen wie Euro, US-Dollar oder britisches Pfund braucht, kann diese Noten problemlos in der Schweiz beziehen. Idealerweise bei der Hausbank, empfiehlt die Vergleichsplattform Moneyland, da bei Fremdbanken häufig noch eine Gebühr von rund 5 Franken verrechnet wird. Euros können meist sogar am Schweizer Bankomaten abgehoben werden. Die Wechselbüros der SBB sind keine gute Idee, da die Kurse hier häufig schlecht sind. Dasselbe gilt für Flughäfen.

Hier heisst es aufgepasst

– Keine grossen Bargeldbeträge mitnehmen. Das Verlust- oder das Diebstahlrisiko ist hier zu gross

– viele Bargeldbezüge im Ausland vermeiden

– keine kleinen Beträge mit der Maestro-Karte bezahlen

– direkte Umrechnung am POS / ATM des Betrages in CHF vermeiden

– Bargeldbezüge im Ausland nicht mit der Kreditkarte machen

– nie über ein offenes WLAN oder über öffentlich zugängliche Computer online einkaufen

– Karte für Bezahlung nicht aus der Hand geben

– sich keinesfalls am ATM ablenken oder den PIN ausspionieren lassen

Bei weniger verbreiteten Währungen, wie zum Beispiel dem thailändischen Baht, sollte man die Hände von inländischen Anbietern lassen. Es kommt deutlich günstiger, das Geld an einem Bancomaten (ATM) des Ziellandes zu beziehen. Man sollte sich aber auch vor Ort die Mühe machen, die Kurse zu vergleichen. Wechselstuben an Flughäfen oder beliebten touristischen Destinationen entpuppen sich nicht selten als Touristenfallen.

Bargeld nicht mit der Kreditkarte beziehen

Zweiter Tipp: Bargeld sollte man wegen der hohen Gebühren nie mit der Kreditkarte beziehen, sondern nur mit der Debit-/EC-Karte. Dies vorzugsweise an einem Bancomaten einer lokalen Bank. Die Berner Kantonalbank bestätigt diese Empfehlung. Das Bezahlen von kleinen Beträgen erfolgt dagegen besser mit der Kreditkarte. Fallen die Beträge grösser aus, ist es aber wiederum vorteilhafter die Debitkarte einzusetzen. Grund: Bei Kreditkarten wird oft ein Prozentsatz zwischen 1,2 und 2,5 Prozent pro Transaktion belastet, bei Debitkarten hingegen ein absoluter Frankenbetrag (zum Beispiel 1,50 Franken). Ein Kaffee kostet dann statt beispielsweise 3 Franken satte 4.50 Franken.

Dritter Tipp: Wird man beim Bezahlen gefragt, ob die Rechnung in lokaler Währung oder in Franken ausgestellt werden soll, wählt man besser die lokale Währung. Der Kurs, der bei der sogenannt dynamischen Währungsumrechnung verrechnet wird, ist meist schlechter als der Kurs des Schweizer Kartenherausgebers.

Und wie setzt sich das Feriengeld am besten zusammen? Die Berner Kantonalbank empfiehlt einen Mix aus Bargeld und mindestens zwei Karten: Eine Maestro-Karte für Bargeldbezüge und grössere Einkäufe, eine Kreditkarte für kleinere Transaktionen sowie Bargeld für Trinkgelder und Notfälle.

Auch mit Handy-Bezahlsystemen kommt man

gut voran. Im Ausland funktionieren etwa Apple Pay, Samsung Pay und Google Pay. Die in der Schweiz beliebte Twint-App ermöglicht bis auf Weiteres nur Zahlungen innerhalb der Schweiz.

Beliebt bei Vielreisenden sind die günstigen Prepaid-Karten digitaler Banken wie Revolut, Wise oder N26. Sie bieten im Vergleich zu vielen Schweizer Karten sehr günstige Tarife an. Doch das Aufladen kann mit Kosten verbunden sein.

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